SERM 2011 in Bayern – Beim Nachbarn auf Besuch

The Southern European Regional Meeting (SERM) 2011 was organised by the LC Freising and took place in Bavaria from April 30 to May 8.

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Das SERM2011 fand in Freising, Deutschland, statt. Am Samstag, dem 30. April, kamen 40 Forstwirte aus 12 verschiedenen Südeuropäischen Ländern nach Freising, um mehr über deutsche Forstwirtschaft zu lernen. Nach einer freiwilligen Tour durch die Diözesanstadt Freising, wo wir unter anderem den Dom, das historische Stadtzentrum und die Universität gesehen haben, startete die Willkommensfeier am Campus.

Nach den Reden der Gastgeber, den Regionalvertretern, Professoren und dem Bürgermeister von Freising hatten wir die Möglichkeit, die anderen Teilnehmer bei einem gemütlichen Abend besser kennen zu lernen.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Rosenheim, wo wir ein traditionelles Weißwurstfrühstück bekamen. Danach wurden wir durch einen Bauernwald geführt, wo starke Verbissschäden durch zu geringen Rehwildabschuss zu sehen waren.

Am Nachmittag kamen wir bei einem Maifest vorbei, wo wir uns während des Mittagessens das bayrische Maibaumaufstellen ansahen. Vor dem Heimweg machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei einem See, der um diese Jahreszeit noch sehr erfrischend war.

Zurück in Freising erwartete uns ein Grillabend, der von der hiesigen Forstfakultät organisiert wurde.

Am dritten Tag trafen wir den Professor für Waldwachstum der Technischen Universität München, der uns verschiedene Versuchsflächen zeigte, unter anderem einen Douglasien-Provenienzenversuch und einen Eichen-NELDER-Versuch, bei dem der Trade-off zwischen Stammzahl und Ressourcenkonkurrenz verdeutlicht werden soll.

Danach besichtigten wir das Sägewerk Binderholz GmbH, welches ursprünglich ein Tiroler Unternehmen ist.

Tags darauf reisten wir zum Nationalpark Bayrischer Wald in der Nähe der tschechischen Grenze. Der Nationalpark hat auf deutscher Seite 240km2, wobei auf der tschechischen Seite der Nationalpark Sumava in etwa die dreifache Größe aufweist.

Nach dem Rundgang durch das Nationalparkmuseum erklommen wir den Gipfel des Lusen, der auf bescheidenen 1373m liegt. Hier erhielten wir einen guten Eindruck, wie sich der Borkenkäfer vor ca. 20 Jahren großflächig Fichten zum Absterben brachte und wie sich die Naturverjüngung, insbesondere die Kadaververjüngung, etabliert.

Wieder unten angekommen, unternahmen wir noch einen Rundgang am dortigen Baumwipfelpfad, der bei einer Länge von 1500m und einer Höhe bis zu 45m sehr interessante Eindrücke hinterließ.

Der Mittwoch begann mit einem endlosen Stau auf dem Weg zum Naturpark Steigerwald, der für seine natürlichen Buchenwälder bekannt ist. Unser Führer zeigte uns diesen Naturpark mit großem Enthusiasmus, er war auch derjenige, der die gefährdeten Käferarten wie zum Beispiel den Eremiten (Osmoderma eremita) hier zum ersten mal fand. Auch Wildkatzen finden im Steigerwald ein ausgezeichnetes Habitat vor.

Eine Novität in der Geschichte des SERM war am Donnerstag, als wir mit den Teilnehmern des NERM (Northern European Regional Meeting) an der alten innerdeutschen Grenze zusammentrafen. Im Dorf Mödlareuth, die durch den Grenzstreifen in der Mitte geteilt wurde, besichtigten wir ein historisches Museum und machten einen Rundgang durch den „Grünen Gürtel“, wie der Grenzstreifen heute genannt wird. Der „Grüne Gürtel“ ist wegen seiner hohen Dichte an seltenen Arten mittlerweile ein Naturschutzprojekt.

Des Abends feierten wir den „International Evening“, wo es viele europäische Spezialitäten zu probieren gab. Zwischen spanischen Tortillas, türkischen Gaumenfreuden und tschechischem Slivovic fand sich hier der prefekte Ort für Diskussionen in gemütlicher Atmosphäre.

Am Freitag verabschiedeten wir uns wieder von den Nordeuropäischen Kollegen und machten uns auf den Weg zum Naturpark Fichtelgebirge, wo wir ein Harvester-Forwarder-System der bayrischen Staatsforsten in Aktion sehen konnten.

Anschließend ging es nach Regensburg zur Zentrale der bayrischen Staatsforsten, wo wir nach einer ausführlichen Präsentation die Möglichkeit zur Diskussion bei einem gemeinsamen Mittagessen hatten. Am Abend besichtigten wir die Stadt Regensburg.

Der vorletzte Tag des SERM2011 begann mit einer Reise nach München, wo wir nach einer ausgiebigen Mahlzeit im Hofbräuhaus mit einer Sight-Seeing-Tour fortfuhren.

An diesem Abend feierten wir unseren Abschied, der sich am nächsten Morgen noch fortsetzte.

Am Sonntag, dem 8. Mai, verließen wir nach einer Woche intensiver Besichtigungen, angeregten Diskussionen und auch gemütlichem Beisammensein die Studentenstadt Freising, um wieder unserem Uni-Alltag nachzugehen.

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